Friday, 16. may 2008
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Martin Halter, Glasmaler, Glasdesigner,
Kunstglaser CH-3013 Bern
Der Ursprung der Glasmalerei lässt sich nicht genau nach Ort und Zeit festlegen, denn diese Kunst entzieht sich der lehrbuchartigen Geschichtsschreibung. Sicher ist nur, dass sie ausschliesslich
eine christliche Kunstform war und mit ihr aus Kirchenfenstern ein neues geistliches Ausdrucksmittel geschaffen wurde. Bereits im 4. Jahrh. muss es im christlichen Rom, aufgrund von Notizen des
Papstes, bunte Kirchenfenster gegeben haben.
Aktuell sind der Glasmalkunst heute kaum noch Grenzen gesetzt. Bereits nach der Reformation, hatte diese Kunstform vermehrt Einzug im
weltlichen Bereich erhalten (Kabinettwappenscheiben), - später dann, in der Architektur, im Wohnbereich. Wird wann auch immer, das Handwerkliche und das Material entsprechend respektiert, bleibt
sie weiterhin, auch in ihrer Eigenart entwicklungsfähig und wandelbar.
Den Zeitgeist in (mit) Glas zu gestalten heisst zum Beispiel: - sensible Wahrnehmungen oder Berührungspunkte aus dem gegenwärtigen
Umfeld als möglichen Lichtblick festzuhalten (die stilistische Umsetzung bleibt offen). Das edle Material -mundgeblasenes Antikglas in der Masse eingefärbt, in über 5000 Farbnuancierungen
erhältlich, mit seiner charakteristischen Strukturvielfalt- in Verbindung mit dem schöpferischen Tun des Gestalters, vermag in Faszination zu führen. Unterbewusste Gefühle werden durch die Begegnung mit Glasmalerei /Glaskunst geweckt und
unbemerkt auf das Glasbild projiziert.
Wegen ihrer wechselseitigen Beziehung zwischen Licht und Glas, ist die Glasmalerei unter den bekannten Kunstformen einzigartig. Durch
ihr dynamisches Verhältnis zum Licht belebt und verändert sie sich je nach Tageszeit, Jahreszeit und Witterung. Das vom Betrachter wahrgenommene Bild, wird manchmal stark, manchmal schwach
beeinflusst. Und in der Dunkelheit bleibt jede Glasmalerei ohne Leben. Gerade weil die Einflussnahme von Licht auf den Werkstoff Glas so bedeutungsvoll für die Wahrnehmung ist, trägt dieser
Umstand wesentlich dazu bei, dass uns diese Wirkung fasziniert.
Für eine inhaltlich, gelungene Kreation in Glas ist neben einer intakten Glasfarben-Auswahl, der Dialog zwischen Auftraggeber und
Künstler sehr entscheidend. Beide haben sich mit den gegenseitigen Bedürfnissen und Ansprüchen ernsthaft auseinanderzusetzen. Durchaus besteht für den Auftraggeber die Möglichkeit, sich als
treibende Kraft in die Projektphase einzubringen, um seine Vorstellungen zu einem Thema zu nennen. Dem Gestalter fällt alsdann die Rolle zu, sich mit seinen sensiblen Fähigkeiten darzubieten, Inhalte und
Wunschvorstellungen als Entwurf auf Paier zu bringen. Eine solche Vorlage bietet sich an, um sich nochmals mit Auftraggeber zu treffen. Dabei gilt es zu prüfen, ob sich die gegenseitigen
Ansprüche vereinbaren lassen. Sollte eine Auftragserteilung in dieser Phase bereits möglich sein, besteht für den Künstler immer noch eine Möglichkeit, seinen Auftraggeber bei der Ausführung
teilzuhaben. Zum Beispiel nach der Glasfarben-Auswahl und dem Zuschnitt der Einzel-Glasteile, könnte der Gestalter ihn zu einer Einsichtnahme einladen. Gemeinsam könnten beide nochmals über die
Farbgebung evaluieren und allenfalls könnten farbliche Unstimmigkeiten aus Weg geräumt werden. Vielfach ist ein Einbezug des Auftraggebers in die Umsetzungspase für beide Parteien eine interessante
und erlebnisreiche Erfahrung.
Atelier-Besuchs- oder Führungstermine nach Vereinbarung /info@glasmalkunst.ch